Freitag, Dezember 15, 2017

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Kinderhände weg von Heißen Flächen

 

Zum achten Mal findet am 7. Dezember der deutschlandweite „Tag des brandverletzten Kindes” statt. 
Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V., Initiator des Aktionstages, legt in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf Kontaktverbrennungen an heißen Oberflächen wie Kaminöfen, Backöfen, Herdplatten oder Bügeleisen.

Kliniken, Feuerwehren, Praxen, Apotheken, Sanitätshäuser, Kitas oder Einzelpersonen beteiligen sich bundesweit mit Aktionen und Veranstaltungen, um auf die hohen Unfallzahlen und die Unfallgefahren aufmerksam zu machen und Kinder vor Verbrennungen zu schützen. Jährlich werden in Deutschland immer noch mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt.  Diese Unfallzahlen sind viel zu hoch!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unser Anliegen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen und unser diesjähriges Motto: „Kinderhände weg von heißen Flächen” aufgreifen und darüber berichten. Helfen Sie mit, die hohen Unfallzahlen langfristig zu senken. Gerne stellen wir Ihnen auf Nachfrage die Pressemitteilung als Word-Dokument, das Logo oder das Aktionsbild zur Verfügung. Auf der Website http://www.tag-des-brandverletzten-kindes.de werden Ideen zum Mitmachen vorgestellt und ein Aktionskalender zeigt die jährlichen Termine an.

 

Die größte Gefahr einer Kontaktverbrennung besteht im häuslichen Umfeld. Prof. Dr. med. Henrik Menke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin e.V., erklärt: „Schwere Verbrennungen an den Handinnenflächen sind die Folge, wenn kleine Kinder an Kaminofenscheiben oder auf Herdplatten fassen. Diese sind so heiß, dass die Kinder förmlich daran „kleben“ bleiben. Vernarbungen an den Händen sind immer eine besondere Herausforderung. Ziel der Behandlung ist es, Funktionseinschränkungen der Hand zu vermeiden.“

Viele Unfälle lassen sich durch Prävention verhindern. „Eltern von Kleinkindern sollten sich der großen Gefahr durch heiße Flächen bewusst sein, denn nur dann können sie ihre Kinder schützen. Besonders gefährlich sind in der Winterzeit die Kaminöfen, die in vielen Wohnungen stehen“, weiß Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Paulinchen e.V. ruft Aktionspartner wie Kliniken, Feuerwehren, Apotheken, Kitas, Praxen oder Einzelpersonen zum Mitmachen auf, denn je mehr Aktionen stattfinden, desto mehr Aufmerksamkeit erhält das Thema „Gefahr durch heiße Flächen”. Jeder kann sich beteiligen oder eine Aktion im persönlichen Umfeld initiieren. Alle Veranstaltungen zum 7. Dezember werden im Kalender auf der Website www.tag-des-brandverletzten-kindes.de veröffentlicht. Dabei sein und ein Zeichen setzen!

Tipps zum Schutz vor heißen Oberflächen:

  • Eltern von Kleinkindern sollten sich der großen Gefahr durch heiße Flächen bewusst sein.
  • Kinder von Kaminöfen und Backofentüren fernhalten.
  • Oberflächen wie an Kaminöfen oder Heizungen sichern/abdecken.
  • Auf den hinteren Herdplatten kochen. Das Kochfeld mit einem Herdschutzgitter sichern.
  • Kirschkernkissen nur anwärmen.
  • Heizdecken sind für kleine Kinder ungeeignet.
  • Bügeleisen immer ausschalten, wenn diese nicht unter direkter Aufsicht sind, und für Kinder unerreichbar abstellen. Auf herabhängende Kabel achten!